Neues Testament

RÖMER IX

RÖMER IX posted in Eleison Kommentare on Juni 22, 2024

Erinnert euch: Einst sind die Juden Gottes Volk gewesen.

Doch manchmal wandelt sich, wer Gott gefiel, zum Knecht des Bösen.

Während das Wüten der heutigen Israelis gegen die in ihrer Mitte lebenden Palästinenser unvermindert andauert, ihr bisher brutalstes”Rasenmähen”(so ihr eigener Ausdruck dafür) seit der Gründung Israels im Jahre 1948, ist die Zeit gekommen, sich Gedanken über die Natur der Juden und ihre Herkunft zu machen, so wie sie der Schöpfer Selbst in Seinen eigenen Worten darstellt. Denn in nicht weniger als drei vollen Kapiteln des grossartigsten aller Briefe des Heiligen Paulus, Römer IX bis XI, bemüht sich der Apostel an die Heiden zu erklären, wie die Masse der Juden, die von Abraham bis Christus während zweitausend Jahren wahrhaftig das auserwählte Volk waren, ihren eigenen Messias, nachdem er endlich erschienen war, ans Kreuz schlagen konnten und sich nicht etwas zu Seiner Kirche bekehrten, sondern zu deren schlimmsten Verfolgern wurden.

St. Paulus muss gewusst haben, dass die Juden seiner Zeit – wie der unsrigen – ihn als”Judenhasser”oder”Antisemiten”an den Pranger stellen würden, denn er beginnt die drei Kapitel mit dem Bekenntnis, dass er”grosse Traurigkeit und Schmerzen”darüber in seinem Herzen trägt, dass er es nicht vermag, Christus seinen jüdischen Stammesbrüdern zu bringen (Vers 2), weil diese als Israeliten eine grosse Zahl unvergleichbarer Privilegien von Gott erhalten hatten. Wenn die Juden bis zum heutigen Tage auf so vielen verschiedenen Gebieten dominieren, dann einzig deshalb, weil Gott sie ihrer natürlichen Gaben der Intelligenz und des Verstandes nicht beraubt hat, die sie benötigen würden, um dem Messias zum Segen der gesamten Menschheit Seine menschliche Wiege zu leihen.

Das Unvermögen der begabten Juden, den Schritt vom Alten zum Neuen Testament zu vollziehen, bedeutet in keiner Hinsicht ein Scheitern der Pläne des Allmächtigen Gottes (Vers 6), da es Seine eigene Wahl war, die jeder menschlichen Wahl vorausging, Juden den Abfall von Ihm zu erlauben, während er Nichtjuden Seine Barmherzigkeit zuteilwerden liess. Somit sind alle rassischen Juden das Israel des Fleisches, vertreten durch Agar und Ismael sowie durch Esau, während alle an Jesus Christus glaubenden Katholiken, mögen sie nun Juden oder Nichtjuden sein, das geistige Israel darstellen, vertreten durch Sarah und Isaak sowie durch Jakob, die das Israel des Fleisches lediglich angekündet hat. Das ganze Alte Testament existierte lediglich als künftige Grundlage für das Neue.

Einwand: Aber wenn Gottes Wahl jeder menschlichen Wahl vorausgeht, ist es Gottes Fehler, wenn die Juden Christus verwerfen. Antwort: Nein, Gott ist souverän frei, zu wählen, wem Er seine Gnade erweisen und wem Er erlauben wird, sein Herz zu verhärten und aus freiem Willen das Böse zu wählen, damit Er, Gott, dann Seine eigene Macht und Gerechtigkeit zeigen kann (Vers 14–16). So dient die spezielle Verfolgung der Kirche durch Juden seit der Kreuzigung Christi, also seit fast 2.000 Jahren, dazu, Gottes Gnade gegenüber allen christusgläubigen Katholiken – rassischen Juden ebenso wie Nichtjuden – zu veranschaulichen. Dass Gott Sein Neues Testament Nichtjuden und Juden zugleich zugänglich machen würde, wurde an vielen Stellen des Alten Testaments prophezeit (Verse 24–29). In Römer XV, 9–12 führt St. Paulus vier solche Zitate an.

Fassen wir zusammen: Während Nichtjuden durch ihren Glauben an Jesus Christus gerechtfertigt werden (Vers 30), werden sämtliche Juden, die Jesus Christus ablehnen, indem sie stattdessen auf ihre eigenen guten Werke vertrauen, nicht gerechtfertigt, sondern verurteilt (Verse 31–33). Sie mögen immer noch dem Israel des Fleisches angehören, dem Israel des Alten Testaments und des Gesetzes, doch seit Jesu Christi Opfertod am Kreuz können sie dem wahren Israel des Geistes nicht angehören, wenn sie nicht an Jesus Christus als ihren Herrn, Erlöser und Messias glauben.

Tatsächlich haben die beiden Jahrtausende seit der Kreuzigung offenbart, wie sich die Juden selbst vom wahren Alten Testament immer weiter entfernt haben, weil sie in ihren nachchristlichen Synagogen zwar den Originaltext bewahren, zweifellos als Beweis für ihren ruhmreichen Ursprung und ihre glorreiche Berufung, die wahre Bedeutung und den Inhalt dieses Textes jedoch nicht verstehen wollen, weil jede Seite des Alten Testaments – wenn man es zu lesen weiss – auf Jesus Christus hindeutet. Selbstverständlich. So kam es, dass die Juden schon nach wenigen Jahrhunderten ihren eigenen Ersatz für das Alte Testament zusammengeschustert hatten, den Talmud nämlich, der Unseren Herrn zwar erwähnt, aber nur, um Ihn zu lästern. Somit ist der Talmud, und nicht das Alte Testament, in den heutigen Synagogen der heilige Text der Juden. Der Unterschied ist von kapitaler Bedeutung. Talmudische Juden setzen das falsche Israel fort. Juden, die ihrem Glauben nach Katholiken sind, gehören jenem spirituellen Israel an, welches die Katholische Kirche darstellt.

Kyrie eleison.

Die AKTUALITÄT der HEILIGEN SCHRIFT

Die AKTUALITÄT der HEILIGEN SCHRIFT posted in Eleison Kommentare on Mai 18, 2024

Die Bibel lehrt, dass um den eingebor’nen Gott die Welt sich dreht. 

Verwirft sie ihn, in einem Flammenmeer sie schliesslich untergeht.

Die letzte Ausgabe des Nachrichtenbulletins, das vom Seminar des”Widerstands”der Gesellschaft der Apostel von Jesus und Maria im nordwestfranzösischen Morannes herausgegeben wird, enthält einen bewundernswerten Leitartikel aus der Feder des Oberen jener Gesellschaft, Bischof Jean-Michel Faure. Er ist nicht lang. Hier der vollständige Text: 

«Liebe Freunde und Gönner, 

Unser Herr sagte zu den Aposteln:”Wenn ihr aber hören werdet von Kriegen und Empörungen, so entsetzt euch nicht . . . . Ihr werdet gehasst sein von jedermann um meines Namens willen [d. h. aufgrund eurer Treue zu meiner Lehre] . . . . Wenn ihr beharrt, werdet ihr euer Leben gewinnen . . . . Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, so sehet auf und erhebet eure Häupter, darum dass sich eure Erlösung naht.”(Lukas XXI, 9, 17, 19, 28.) 

«Heute sind wir Zeugen der Zeichen, welche die grossen Ereignisse ankündigen, von denen Unser Herr Jesus Christus, St. Paulus und St. Johannes gesprochen haben: Die Grosse Apostasie. Nie zuvor standen den Feinden Jesu Christi so viele Mittel zur Verfügung, um in den Seelen von Kindern, jungen Menschen und alten Menschen jeden Glauben und jede Moral zu zerstören.”Zerschmettert die Infame [die Kirche]», rief Voltaire gegenüber Anhängern der infernalischen Sekte im 18. Jahrhundert aus.”Lasst uns den Thron [die Monarchie] niederreissen, um den Altar [die katholische Messe und Kirche] zu Fall zu bringen”– durch Säkularismus (Fernsehen, Internet, Kino), unzüchtige Kleidung und schliesslich durch die Infiltration der Kirche, bis hin und einschliesslich des Papsttums, dank dem Zweiten Vatikanischen Konzil. 

«Die zeitgenössische Geschichte illustriert die Phasen der grossen Apostasie der Völker, der Gebärden und Taten der Agenten des Antichrist, seiner Vorgänger, welche das Kommen des Antichrist selbst vorbereiten und jene Generation von Menschen darauf einzustimmen, ihm zuzujubeln, wenn er kommt (vgl. II Thess. I, 8). Ein erst kürzlich in Rom verabschiedetes Dokument hält fest, dass die Menschenwürde unendlich sei. Hier schickt sich der Mensch dreist an, seinen Thron innerhalb der Kirche aufzurichten, um sich selbst mit der Macht des Teufels dort zu inthronisieren (II Thess. II, 4). 

«Wie die Pilger von Emmaus zu Unserem Herrn sagten:”Herr, bleibe bei uns, denn es will Abend werden”(Lukas XXIV, 29) (und Finsternis senkt sich über die Erde). Hab Mut, kleine Herde. –”Ich habe die Welt überwunden”(Johananes XVI, 33), durch das Kreuz. Gottes Reich war noch nie so nahe. 

Monseigneur Jean-Michel Faure.» 

Eindrücklich ist hier in erster Linie, wie relevant die zahlreichen Zitate aus einem fernen Gestern für die beispiellosen Katastrophen in der heutigen Kirche und Welt sind. Es steht den Lesern dieser”Kommentare”frei, sich nicht von sehr viel jüngeren Botschaften beeindrucken zu lassen, die dem Vernehmen nach vom Himmel kommen, um uns in der kommenden Schlacht zu erleuchten und zu ermutigen, weil sich deren Authentizität nicht zweifelsfrei nachweisbar lässt. Aber sie sollten wenigstens ihre Bibel öffnen, um Matthäus XXIV, Markus XIII und Lukas XXI wieder zu lesen. Dem Text der Evangelien fehlt es nicht an göttlicher Autorität; es fehlt uns lediglich die Fähigkeit, wie Bischof Faure zu begreifen, wie sehr jene Texte im Licht der gegenwärtigen Umstände lebendig werden. 

Liebe Leser, um zu verstehen, was tatsächlich um uns herum geschieht und was wir tun müssen, lest regelmässig Gottes eigenes Wort in der Heiligen Schrift, und zwar nicht nur im Neuen Testament, sondern auch im Alten, wo die zahlreichen Darstellungen von Gottes Güte im Gegensatz zur Verworfenheit der Menschen die recht eigentliche Essenz der heutigen Ereignisse ist. 

Kyrie eleison 

Moderne Galater

Moderne Galater posted in Eleison Kommentare on Juni 16, 2012

„O ihr unverständigen Galater!,“ ruft der Hl. Paulus aus (Galaterbrief 3,1), als er eine seiner geliebten Gemeinden zusammenstauchen mußte. Denn diese fiel vom Neuen Testament zum Alten Testament ab bzw. wollte dahin zurückgehen, um die Judaisierer zufriedenzustellen, welche die Galater wieder „den Elementen der Welt versklavt“ hätten (Gal. 4,3). Diese Tirade des Apostels können wir bemerkenswert leicht auf die traditionellen Katholiken anwenden, welche derzeit in Versuchung sind, zu den konziliaren Autoritäten abzufallen, um dem Konzilstext Nostra Aetate zu genügen. Es ist eben dieselbe Welt, dasselbe Fleisch und derselbe Teufel wie damals. Möge der Hl. Paulus mir nachsehen, wenn ich nun einige Verse seines Briefes in unsere Zeit übertrage:—

„O ihr unverständigen Traditionskatholiken! Wer hat euch verzaubert, daß ihr der Tradition unseres Herrn Jesus Christus nicht mehr folgt, so wie sie doch euch ausgelegt wurde? Nur dies möchte ich von euch erfahren: Habt ihr wegen des Zweiten Vatikanums oder wegen der katholischen Tradition jahrelang ein katholisches Leben führen können? Seid ihr so töricht, die Früchte der Tradition erlebt zu haben und sie jetzt aufzugeben, indem ihr euch selber wieder unter die konziliare Autorität stellt? Habt ihr alle die vielen Früchte vergeblich erfahren? (3,1–4)“

„Ich staune, daß ihr so rasch vom Kurs Erzbischof Lefebvres, der euch in Christi Gnade berief, abweicht, und hin zu diesem neuen Evangelium des Zweiten Vatikanischen Konzils gleitet – wo dieses doch gar kein Evangelium ist. Aber diese Modernisten verwirren euch und wollen das Evangelium Christi verkehren. Doch selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch verkünden würden, daß dieses Konzil gar nicht so schlecht wäre, so werft ihn hinaus und hört nicht hin! Ich sage es noch einmal: Wer vorgibt, daß Erzbischof Lefebvre heute für einen Vertrag mit dem Konzilsrom wäre, gehört hinausgeworfen! Denn wem wollen wir gefallen? Reden wir den Römern zuliebe oder Gott zuliebe? Gefiele ich diesen Römern, so wäre ich nicht Christi Knecht! (1,6–10)“

„Damals, als ihr noch nicht bei der Tradition wart, dientet ihr Kirchenmännern, welche die Kirche der Welt aushändigten. Jetzt aber, da ihr die Tradition kennt, wie könnt ihr wieder zurückkehren wollen zur Welt und unter die konziliaren Autoritäten? (4,8–9) Bin ich denn nun Feind der Priesterbruderschaft geworden, der ich euch die Wahrheit sage? Jene, die euch irreführen, geben vor, euren Interessen zu dienen; aber sie wollen euch Erzbischof Lefebvre vergessen lassen, damit ihr ihren eigenen Interessen dient. (4,16–17) Seid also standhaft und laßt euch nicht wieder unter das Joch des Konzils bringen. (5,1) Euch ging es doch gut, wie könnt ihr euch jetzt von der Wahrheit abbringen lassen? Der euch dies antut, ist kein Knecht Gottes! Ich habe Vertrauen im Herrn, daß ihr zu Sinnen kommen werdet. Wer euch aber irre macht, der wird die schwere Verantwortung zu tragen haben. Würde ich denn so verfolgt werden, wenn ich die Welt predigen würde? Wer die Tradition entstellt, sollte mehr als nur beschnitten werden! (5,7–12)“

„Jene, welche die Priesterbruderschaft St. Pius X. das Zweite Vatikanum „Nummer 2“ durchexerzieren lassen möchten, wollen lediglich der Verfolgung um des Kreuzes Christi willen entgehen. Diese wollen, daß ihr weltlich werdet und nur äußerlich traditionell seid; diese wollen zurück zu den Judaisierern in Rom. Mir sei es ferne, mich in etwas anderem zu rühmen als im Kreuze unseres Herrn Jesus Christus, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Und alle, die der Tradition auf diese Weise folgen: Heil über sie und Erbarmen. (6,12–16)“

Lesen Sie nun den echten Galaterbrief des Hl. Paulus. Niemand soll behaupten, daß das Wort Gottes nicht mehr gilt!

Kyrie eleison.