Schlagwort: Zweites Vatikanum

APOSTATEN EHREN

APOSTATEN EHREN posted in Eleison Kommentare on März 2, 2024

Mit Kompromissen will die neue Bruderschaft nicht leben? 

Es ist nicht weise, Apostaten auf den Schild zu heben!

Wenn diese”Kommentare”bisweilen gute Seelen dadurch schockieren, dass sie sowohl die (seit 1965 bestehende) Neukirche als auch die (seit 2021 existierende) Neubruderschaft St. Pius X. in gutem Licht erscheinen lassen, dann mögen sie wissen, dass dies aus pastoralen Gründen geschieht, weil sich viele Katholiken entweder durch die Neukirche oder die Neubruderschaft mit letzter Kraft an ihren katholischen Glauben klammern und diesen sonst nur allzu leicht verlieren könnten. In vielen solchen Fällen gilt sicherlich das Sprichwort:”Lieber ein halber Laib Brot als gar kein Brot. “Andererseits ist diese Art, den Glauben zu bewahren, aus doktrinalen Gründen mit ernsthaften Gefahren behaftet, da sich sowohl die Neukirche als auch die Neubruderschaft bezüglich der Doktrin auf Kompromisse eingelassen haben, welche die Bewahrung des katholischen Glaubens gefährden. Dies wird in folgendem Artikel sehr lebendig veranschaulicht, der aus der Feder eines Benediktinermönchs aus dem Kloster Santa Cruz unweit von Rio de Janeiro stammt.”Arsenius”(so das Pseudonym des Autors) gilt unser aufrichtiger Dank. 

Seitdem die Häresie des Humanismus (laut dem der Mensch vor Gott kommt) von den Konzilsvätern von Vatikan II (1962–1965) offiziell für”katholisch”erklärt wurde, haben die Päpste und ihre Berater den Marsch in den Abgrund unbeirrt fortgesetzt, wobei sie das Tempo immer wieder beschleunigten. Dieser Anblick verleiht uns keine Hoffnung, dass in irgendeinem dieser offiziellen Kirchenvertreter noch der Wunsch aufglimmen möge, sich irgendwie um die katholische Tradition (d. h. ganz einfach die wahre Kirche) zu scheren. Allerdings gibt es auch Menschen, die nicht nur solche Hoffnungen gehegt haben, sondern sogar eine seltsame Gewissheit empfanden, dass sich die Dinge in Rom zugunsten der Tradition entwickelten. Unter”Tradition”können sie nur die Neubruderschaft verstanden haben, die eine tadelnswerte”Einheit in Vielfalt”mit Rom erhofft. Daher der – für viele verwirrende – Riss zwischen der Neubruderschaft St. Pius X. und dem sogenannten”Widerstand». 

Der Wendepunkt für die Priesterbruderschaft St. Pius X. war das Jahr 2012, als die Resolution des vorherigen Generalkapitels von 2006, wonach es vor dem Triumph der katholischen Wahrheit kein Abkommen mit Rom geben könne, durch den offiziellen Wunsch der Neubruderschaft abgelöst wurde, noch vor der Rückkehr des Papstes und seiner Ratgeber zur katholischen Wahrheit eine solche Übereinkunft zu erreichen. Bischof Williamson wurde zuerst aus dem Generalkapitel, das diesen Kurswechsel vollzogen hatte, und dann aus der Neubruderschaft überhaupt ausgeschlossen. 

In den folgenden Jahren mehrten sich klare Anzeichen dafür, dass Rom und die Neubruderschaft eine Annäherung vollzogen. Nacheinander billigte Rom die von der Neubruderschaft vollzogenen Eheschliessungen, Priesterweihen und Beichten. War dies etwa die praktische Verwirklichung des berühmten Satzes”Rom gibt alles und verlangt dafür nichts als Gegenleistung»? War dieser Satz in diesem Fall eine Realität und nicht bloss eine Illusion? Man könnte sehr wohl antworten, dass es lediglich darum ging, sicherzustellen, dass die Neubruderschaft künftig in immer stärkerem Ausmass lediglich den Segen des modernistischen Roms anstreben und bei ihren Aktivitäten keine Rücksicht mehr auf die allgemeine, schwere Notlage innerhalb der Kirche nehmen würde, denn nun, wo die Tradition”offiziell anerkannt”war, war diese Notlage angeblich vorbei. Mittlerweile wartete Rom auf den Tag, an dem es der Neubruderschaft”den Teppich unter den Füssen wegziehen”und diese endgültig in jene Sackgasse jagen konnte, in die es sich selbst verrannt hatte. 

Doch ist die kürzliche Bekanntgabe, dass die Neubruderschaft ohne Roms Erlaubnis einen oder mehrere Bischöfe weihen wird, nicht möglicherweise ein Anzeichen dafür, dass die alte Bruderschaft, jene vor 2012, zurückkehrt? Leider scheint das praktisch unmöglich. Eine Rückkehr zum kämpferischen Geist Erzbischof Lefebvres gegen die Feinde der Kirche in Rom scheint uns ein Erbe des Erzbischofs, das heute in der Neubruderschaft weitgehend verloren gegangen ist. Die Zukunft sieht für uns düster aus, obwohl Gott immer noch in zahlreichen Seelen wirkt, dank dem Apostolat von Mitgliedern der Neubruderschaft. Dies hindert uns freilich nicht an der Feststellung, dass die Neubruderschaft gut daran täte, eine Reihe ihrer nach dem Tod Erzbischof Lefebvres verkündeten grundlegenden Prinzipien zu korrigieren. Jedenfalls gilt: Je mehr Skandale das Pontifikat von Franziskus beflecken, desto mehr sollten sich die Illusionen von einer Versöhnung mit Rom verflüchtigen. Möge unsere Liebe Frau bewirken, dass wir die Kirche aller Zeiten verstehen und zutiefst lieben, die nicht mit der bei Vatikan II fabrizierten und von den folgenden Pontifikaten aufrechterhaltenen Karikatur verwechselt werden darf. 

Kyrie eleison 

DRINGENDER RAT (II)

DRINGENDER RAT (II) posted in Eleison Kommentare on Februar 24, 2024

Je mehr die Schrecken des Dritten Weltkriegs die Erde verheeren,

Desto heller strahlt Gottes Ruhm – für die, die zu sehen begehren!

Kein Leser dieser”Kommentare”hat theoretische Fragen eingesandt, die sich mit der letzte Woche gestellten Reihe praktischer Fragen über die heutige beispiellose Kirchenkrise vergleichen liessen (siehe EK 866 vom 17. Februar). Aber es lohnt sich, eine solche Reihe zu erfinden und Antworten auf die theoretischen Fragen anzubieten, für den Fall, dass zumindest eine Handvoll Leser die durch Vatikan II heraufbeschworene Konfusion, welche ebenso schlüpfrig wie gefährlich ist, besser zu verstehen wünscht.

1 Wo liegt eigentlich die Wurzel dieser Konfusion? Ist es das, was man”Modernismus”nennt? Was ist Modernismus?

Antwort: Der Modernismus ist der grosse Irrtum der modernen Zeit, der selbst gebildete Prälaten zu der Ansicht verleitet, die Kirche der Vergangenheit brauche die Menschheit nicht mehr zu jenen geistigen Höhen zu erheben, die sie nicht aus eigener Kraft erreichen kann. Die Menschheit sei in unserer heutigen Zeit dermassen anders als früher, dass die Kirche, um sie in ihrem Materialismus anzusprechen, ihre Doktrin, ihre Moral, ihre Liturgie – kurzum, alles von Grund auf erneuern müsse. Wenn die Menschen nicht mehr in der Lage seien, sich auf das geistige Niveau der Kirche zu erheben, müsse die Kirche sich auf das materielle Niveau der Menschen begeben. Dies behaupten die betreffenden Prälaten zumindest.

2 Aber ist es nicht die Aufgabe der Kirche, den Menschen, wo immer sie sich befinden mögen, ihre helfende Hand zu reichen?

Ja, jedoch nicht zu jeder beliebigen Bedingung! Alle Feuerwehrleute wollen Brände löschen, doch nicht jede Flüssigkeit eignet sich hierzu. Welcher Feuerwehrmann hat je Benzin statt Wasser benutzt? Wasser und Benzin besitzen ihre unveränderlichen Eigenschaften, die vom Willen des Menschen unabhängig sind. Wasser löscht einen Brand (ei, wer hätte das gedacht . . . ), während Benzin ihn entfacht (ebenfalls eine wohlbekannte Tatsache). Entsprechend weisen auch gregorianische Gesänge und Rockmusik beide ihre unveränderlichen und gegensätzlichen Merkmale auf, mit entgegengesetzten und unveränderlichen Auswirkungen. Gregorianische Gesänge werden Seelen zur Kirche ziehen, Rockmusik zur Tanzhalle, nicht jedoch zur Kirche. Manche Modernisten meinen es durchaus gut, lügen sich jedoch selbst in die Tasche, wenn sie denken, Musik funktioniere heute anders als gestern. Um unter allen Umständen zu Gott gezogen zu werden, brauchen Seelen eine Musik, die ruhig ist und nicht aufputschend.

3 Aber das ganze moderne Leben ist im Vergleich zu dem von gestern aufputschend. Wie kann eine Seele heutzutage denn noch Gott erreichen?

Sie legen den Finger auf die Wunde! Nach sechstausend Jahren Weltgeschichte könnte man glauben, die Menschen hätten mittlerweile begriffen, welche Dinge welche Natur,Auswirkungen und Folgen haben, aber nein. Unsere eigene Zeit fusst de facto auf dem Prinzip, dass es in der Macht der Menschen steht, die Natur der Dinge nach eigenem Willen zu beherschen. Alles und jedes ist so entartet und so aus den Fugen geraten, dass das Leben zu einem einzigen Wirbelwind wird und junge Menschen keine Musik mehr akzeptieren, die zu ruhig ist. Dies bedeutet freilich nicht, dass sich die Natur der Dinge so verändert hat, dass Rockmusik sie in den Schoss der Kirche zurückführen wird. Sie wird es nicht. Es entspricht nicht ihrer Natur, dies zu tun. Sie wurde vom Teufel erfunden, um noch mehr Aufruhr zu schaffen.

4 Gesetzt, das stimmt, wie kann da irgendein junger Mensch, oder irgendeine moderne Seele, noch ins Himmelreich eingehen?

Eine gute Frage! In der Moderne hat sich schon mancher Heilige sie sich gestellt, doch keiner ist an der Antwort verzweifelt, weil alle von ihnen wussten, dass, wer Gottes Gnade sucht, sie stets erlangen kann.”Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg», lautet ein menschliches Sprichwort.”Wer immer redlich sich bemüht, dem wird Gott seine Gnade nicht verwehren», lautet eine göttlichere Variante derselben Spruchweisheit. Jedenfalls gilt: Wenn sich eine Seele ohne schwerwiegendes eigenes Verschulden in einer Lage befindet, wo alles gegen ihre Rettung zu sprechen scheint, kann Gott jederzeit eingreifen – wie z. B. im Fall von Lot, siehe Genesis 19.

5 Aber wenn Gott wirklich allmächtig ist, warum tilgt Er dann nicht alles Böse aus der Schöpfung, die er kontrolliert?

Weil Er mit der Schöpfung das Ziel verfolgte, allen Seelen, die ihn aus freien Stücken annehmen, die grösstmögliche Seligkeit zu schenken. Nun kann eine Seligkeit, die der Beschenkte in keiner Weise verdient hat, mitnichten so grenzenlos sein wie eine, die er zumindest teilweise verdient hat trotz all dem Bösen, die ihn während seines kurzen Daseins im”Tal der Tränen”umgab. Der logische Schluss lautet: Je inniger Gott wünscht, die Menschenseelen an seinen segensreichen Gaben teilhaben zu lassen, desto mehr Böses wird er zulassen, jedoch nur bis zu dem Punkt, wo das Böse das freiwillig gewählte Gute zu überfluten droht. Dieser Zeitpunkt war zu Noahs Zeiten auf der ganzen Welt gekommen. Er kommt heute wieder. Gott wird morgen abermals intervenieren. Wenn wir den katholischen Glauben haben, dann tun wir unseren Teil, indem wir den Rosenkranz Seiner Mutter für die Rettung von Seelen beten.

Kyrie eleison.

DRINGENDER RAT – I

DRINGENDER RAT – I posted in Eleison Kommentare on Februar 17, 2024

Unmögliche Dinge wird Gott der Herr. Von uns mitnichten verlangen.

Doch lassen wir anderen Menschen auch. Die Freiheit, an der wir so hangen.

Ein angesichts der gegenwärtigen Vorgänge innerhalb der katholischen Kirche zutiefst verwirrter Leser hat eine Reihe praktischer Fragen aufgeworfen, die sich heute zweifellos viele Katholiken im Zusammenhang mit der ernsthaften Pflicht eines jeden Katholiken zur Teilnahme an der Messe stellen, deren allsonntäglicher Besuch für sie obligatorisch ist. Unter normalen Umständen wären die Antworten weitgehend klar, aber in Anbetracht der Umwälzungen, welche die Revolution von Vatikan II seit den sechziger Jahren mit sich gebracht hat, sind klare Antworten heute nicht mehr so leicht zu erteilen. Wir listen die Frage des Lesers hier so auf, dass sie vom Allgemeinen zum Spezifischen übergehen, und fügen die Antworten dieser”Kommentare”hinzu, ohne letztere als verbindlich darzustellen.

1 In welchem Ausmass ist die Neukirche von Vatikan II katholisch, und in welchem Umfang ist sie eine Verfälschung der katholischen Lehre?

Antwort: Dies weiss einzig Gott allein, weil nur Er allein die Geheimnisse der Menschenherzen kennt und die Grenze zwischen der wahren und der falschen Kirche oft durch die Herzen der Menschen verläuft, beispielsweise bezüglich der Frage, ob sie den katholischen Glauben haben oder nicht. Da Er allein das genau weiss, erwartet Er nicht von uns, es zu wissen. Immerhin verleiht er uns genügend Mittel, um zu wissen, was wir wissen müssen, und dies bedeutet, jemanden oder etwas an seinen Früchten zu erkennen (siehe Matthäus VII, 15–20). Diese werden z. B. den Unterschied zwischen wahren und falschen Hirten unfehlbar zeigen. Wirkliche Freude und Nächstenliebe werden herrschen, wo die wahre Kirche noch existiert, selbst innerhalb der Strukturen der Neukirche.

2 Haben wir überhaupt einen Papst?

Antwort: Wenn wir Papst Franziskus nach seinen Früchten beurteilen, sind sie für die wahre Kirche verheerend, und zwar dermassen, dass viele seriöse Katholiken ihn für einen Gegenpapst halten. Gott verlangt von mir nicht, dies genau zu wissen und die Frage mit einem klaren Ja oder Nein zu beantworten. Auch gute katholische Theologen können sehr wohl verschiedener Meinung sein. Erzbischof Lefebvre schärfte seinen Priestern in seiner Weisheit ein, sie könnten ja privat ihre eigene Ansicht haben, müssten sich jedoch öffentlich so verhalten, als seien die scheinbaren Vatikan-II-Päpste wahre Päpste, bis klare Beweise dafür vorlägen, dass sie keine solchen sind. Sogar Papst Franziskus erfüllt immer noch der katholischen Funktion, der strukturellen Kirche als sichtbares Haupt zu dienen und hierdurch ihr Weiterbestehen so lange zu erlauben, bis Gott den Augiasstall ausräumt. Bis dann mag ich an diesem oder jenem Papst verzweifeln, doch darf ich nicht am Papsttum verzweifeln oder an irgendeiner anderen Institution, die von Unserem Herrn selbst eingesetzt wurde.

3 Wie steht es mit den Sakramenten der Neukirche?

Antwort: Wie die Neukirche als Ganzes, von deren sie ein Produkt und ein Teil sind, sind diese Sakramente immer noch teilweise gut, doch im Wesentlichen faulig, ebenso wie die fauligen Äpfel, mit denen man sie vergleichen darf, weil die Neukirche von Anfang an listigerweise so geplant war, dass sie im Verlauf der Jahrzehnte so verrotten würde, dass von der wahren Kirche am Ende nichts mehr übrig bleiben würde. Der Grund hierfür lag darin, dass, nachdem die sechziger Jahre angebrochen waren, viele Prälaten an der Spitze der Kirche schon so stark mit dem Denken der Freimaurerei – also jener anno 1717 in London gegründeten Geheimgesellschaft – infiziert waren, dass sie die Kirche von innen her zerstören und den wohlbekannten Feinden Gottes und des Menschen somit die Übernahme der Weltherrschaft ermöglichen konnten. Die Kirche Unseres Herrn ist das grosse Hindernis, das ihnen im Weg steht.

4 Und wie ist es um die”Eucharistiewunder”bestellt, die sich dem Vernehmen nach bei Novus-Ordo-Messen ereignen?

Antwort: Während der gesamten bisher fast 2.000 Jahre Kirchengeschichte hat Gott den Christen immer wieder mit solchen Wundern geholfen, an das erstaunliche Wunder seiner Präsenz hinter dem blossen Anschein von Brot und Wein zu glauben, und diese Wunder geschehen auch heute noch, weil das Heilige Herz Schafe, die von ihren Hirten in die Irre geführt werden, nicht im Stich lassen wird. Der Unterschied besteht darin, dass die heutige moderne Wissenschaft hieb- und stichfeste Beweise für die Echtheit dieser Wunder erbringen kann, falls sie tatsächlich echt sind. Siehe beispielsweise das Buch A Cardiologist examines Jesus (Ein Kardiologe prüft Jesus) von Dr. Franco Serafini, mit Erklärungen und fotografischen Illustrationen verschiedener Wunder, die sich in jüngerer Vergangenheit zugetragen haben. Es wird von Sophia Institute Press vertreiben und kann bei SophiaInstitute.com bezogen werden. Gott segne Traditionalisten dafür, dass sie an der lateinischen traditionellen Messe festhalten, nicht jedoch dafür, dass sie vom Heiligen Herz zur Rettung von Seelen geschaffene wissenschaftliche Beweise zurückweisen.

5 Darf man Hostien zu sich nehmen, die vermutlich bei Novus-Ordo-Messen geweiht worden sind?

Antwort: Am besten meidet man sie vielleicht, weil sie ungültig sein können, und zwar je länger desto mehr. Im Notfall darf man solche Hostien jedoch einnehmen, da sie unter Umständen auch gültig sein können.

Kyrie eleison.

Die Gründe Des Untergangs

Die Gründe Des Untergangs posted in Eleison Kommentare on März 13, 2021

Vor zwei Wochen gab ein Veteran der traditionalistischen Bewegung in diesen”Kommentaren”einige interessante Bemerkungen zum Thema der – bewussten oder unbewussten – Infiltratoren ab, welche die katholische Kirche von innen zersetzen. Die Leser mögen sich noch daran erinnern, wie er vergeblich versuchte, die katholische Tradition innerhalb der Struktur der Konzilskirche wiederherzustellen. Er wurde sich gewahr, dass dies einfach nicht ging. Als man ihn dann fragte:”Wie war es denn möglich, dass die Prälaten selbst die Kirche in den Selbstmord getrieben haben? Das ergibt doch einfach keinen Sinn!», hatte er weitere interessante Dinge zu sagen:

Ich glaube, all dies lässt sich auf die Liebe zur Wahrheit oder den Mangel an Wahrheit zurückführen. Meiner Meinung nach werden jene, welche die Wahrheit tatsächlich lieben, sie auch finden – oder so lange kämpfen, bis sie sie schliesslich finden, und dann entsprechend handeln. Meiner Ansicht nach brach der Glaube in den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts zusammen, weil die Katholiken dermassen schwach geworden waren. In den fünfziger Jahren ging bei der Mittagsmesse in meiner Gemeinde praktisch niemand mehr zum Abendmahl. Priester entstammen dem Volk, und das Volk war lau geworden. Als die Veränderungen eintrafen, akzeptierte die volle Hälfte dieser Menschen diese Veränderungen bereitwillig, weil sie es viel leichter machten, den”Glauben”zu leben, denn die Nichtkatholiken waren uns gegenüber nicht mehr feindselig eingestellt, ein Glaube war so gut wie der andere, wir konnten uns nun alle gegenseitig zulächeln, und der Klerus hat uns jenen Weg kräftig vorausgebahnt. Von der anderen Hälfte schlossen sich die meisten entweder protestantischen Sekten an oder gaben den Glauben überhaupt auf. Einige wenige tapfere Seelen, eine winzige Minderheit, die immer noch die alte Liebe zum Glauben besass, bildeten ihre eigenen Gemeinschaften. Die grösste Inspiration war Erzbischof Lefebvre, der allein den Glauben hatte, um zu begreifen, wie sich die Hierarchie in einem hoffnungslosen Zustand der Apathie befand.

Gott allein kann die Herzen der Menschen beurteilen, doch meiner Meinung nach gibt es keine Entschuldigung für jene, die dem Glauben untreu geworden sind. Vielleicht werden fast alle, die das getan haben, dafür mit ihren Seelen bezahlen. Meine Generation ist die schlimmste, weil wir im Glauben geboren und erzogen worden waren und ihn dennoch aufgaben, da wir dachten, dies werde das Leben einfacher und zu einer längst nicht mehr so grossen Herausforderung machen. Die folgenden Generationen waren zwar etwas weniger schuldig, weil ihnen ihr katholisches Erbe geraubt worden war, konnten aber dennoch nur geringe mildernde Umstände geltend machen, denn jedermann hat die Pflicht, in der Wahrheit zu leben. Wo der Glaube lau ist, sind die Katholiken Feiglinge, insbesondere wenn es um die Abtreibung geht. Die Bischöfe wagen es nicht einmal, ihre Stimme dagegen zu erheben, aus Furcht, ihren Status als Steuerbegünstigte zu verlieren oder jemanden vor den Kopf zu stossen. Senator Timothy Kaine, der in unserer Stadt lebt, ist ein strammer Befürworter der Abtreibung und ein nicht weniger engagierter Befürworter aller möglichen Perversionen, behauptet aber nichtsdestoweniger, der katholische Glaube sei das Wichtigste in seinem Leben. Er sprach Klartext, als er sagte:”Ich bin ein Katholik, der hinter Papst Franziskus steht.”Meines Wissens hat der Bischof von Richmond ihn niemals wegen seiner Haltung zur Abtreibung zurechtgewiesen, geschweige denn ihm das verweigert, was als die heilige Kommunion gilt, obwohl er ihn eigentlich schon längst hätte exkommunizieren müssen.

Der hier zitierte Veteran hat den allgemeinen Zusammenbruch der Katholiken nach Vatikan II als Zeitzeuge miterlebt. Ein anderer Leser dieser”Kommentare”sucht nach dem Grund dafür, dass die Priesterbruderschaft St. Pius X. vom rechten Pfade ebenfalls weit abgewichen ist, obwohl sie doch von Gott dazu berufen worden war, dem allgemeinen Zusammenbruch entgegenzutreten:

Ich denke, es ist das Pharisäertum. Dasselbe Pharisäertum, das unseren Herrn tötete, tötet jetzt die Kirche und die Bruderschaft. Wahre Demut und Nächstenliebe sind verloren gegangen. Das Pharisäertum, jene Heuchelei, die im Evangelium angeprangert wird, führt zu geistiger Blindheit.”Mach diese Menschen blind, so dass sie sie zwar sehen, aber nicht sehen können, und zwar hören, aber nicht hören können.”Die Pharisäer besassen eine perfekte Kenntnis der Schriften und des Gesetzes, aber dennoch haben sie den Messias getötet. Heute töten sie die Kirche, und sie können dies einfach nicht sehen, sie sind blind . . .

In der Bruderschaft gab es meiner Überzeugung nach zumindest subversive Priester, und an der Spitze einige Führer, welche an völliger Blindheit litten, doch diese hätten es niemals weit gebracht, wäre die Bruderschaft als Ganzes nicht dem Pharisäertum verfallen. Hätten sie demütig ihrem heiligen Begründer gefolgt, hätten sie nicht geglaubt, es besser zu wissen als er, und sie hätten die Bitte unserer Lieben Frau nach Rosenkränzen für die Weihe Russlands nicht bewusst ignoriert, weil sie sich einbildeten, es besser als Gott Selbst zu wissen. Einen so lästerlichen Hochmut konnte er nicht ungestraft lassen. Die Strafe war jene geistige Blindheit, an der weiland die Pharisäer litten, eine furchtbare Strafe! Gott, erbarme dich unser!

Kyrie eleison.

Weisse Identität – I

Weisse Identität – I posted in Eleison Kommentare on Februar 6, 2021

Ein junges weisses Ehepaar, das diese”Kommentare”liest, will in den Schoss der Kirche zurückkehren, sieht sich dabei jedoch einer spezifischen Schwierigkeit gegenüber, die nach Ansicht des 31-jährigen Ehemannes vielen seiner Altersgenossen zu schaffen macht – dem gegenwärtigen Fehlen einer Identität für Weisse. Sowohl er als auch seine Frau sind teilweise deutscher Abstammung, so dass sie sich bei ihrer Suche nach einer Identität stark vom germanischen Heidentum angezogen fühlten. Doch sie waren beide Katholiken und argwöhnen, ihre katholische Erziehung sei durchaus nicht das gewesen, was sie hätte sein müssen. Die vom Ehemann gestellten Fragen beweisen, dass dies in der Tat der Fall gewesen ist, zeigen jedoch auch, dass er die Wahrheit sucht; wenn er auch weiterhin ernsthaft nach ihr strebt, kann er darum sicher sein, dass Gott ihm die Antworten geben wird, die er benötigt. Hier seine Fragen:

Ist das germanische Heidentum unsere wahre Identität?

Ja und nein. Die wahre Identität eines Menschen besteht darin, in den Himmel einzugehen und in aller Ewigkeit mit Gott selig zu sein. Darum sind so viele junge (aber auch ältere) Menschen zutiefst unzufrieden mit ihrem gegenwärtigen materialistischen Leben – sie wissen, dass sie für weit mehr bestimmt sind, wissen jedoch nicht, wofür. Nun findet sich im germanischen Heidentum viel Edles, beispielsweise in den Opern Richard Wagners, doch reicht es durchaus nicht, um einem Menschen das Himmelreich zu bescheren, weil ihm keine übernatürliche Gnade innewohnt. Die Gnade allein kann uns Gottes Himmel öffnen. Und Gottes Gnade ist uns lediglich durch Gottes eine wahre Religion zugänglich, die römisch-katholische Religion. Lehne ich diese ab, so lehne ich den Himmel ab. Diese Religion – verkörpert beispielsweise durch Karl den Grossen – hat Europa geschaffen und die Identität aller weisser europäischer Nationen geschmiedet. Hilaire Belloc (1870–1953) sagte:”Europa ist der (katholische) Glaube, und der Glaube ist Europa.»

Aber das Christentum wurde doch von den Juden erfunden?

Die katholische Religion wurde von keiner Menschengruppe und von keinem Menschen erfunden. Sie wurde von Ewigkeit an von Gott allein”erfunden”und den Menschen durch Seinen göttlichen Sohn, Jesus Christus, offenbart, der als Mensch ein Jude war, der Sohn Marias, und dem eine kleine Schar von Juden bei der Gründung der katholischen Kirche half. Siehe hierzu Johannes IV, 22. Doch die Juden, ihre Führer und das Volk (Matthäus XXVII), waren es auch, die Jesus ans Kreuz schlugen, und die grosse Mehrheit der Juden hasst Christus seither und bemüht sich nach Kräften, Ihn auch weiterhin in Seiner Kirche zu kreuzigen. Somit waren die Besten der Israeliten beispiellos gute Freunde Gottes, aber die Talmudisten sind ihm stets beispiellos grimmige Feinde. Man muss scharf zwischen Juden wie dem Heiligen Paulus und Juden wie Kaiphas unterscheiden. Der gewaltige Unterschied liegt zwischen denen, die Gott annehmen, und jenen, die ihn verwerfen. Alles dreht sich um Christus.

Aber tritt das Neue Testament denn nicht in die Fussstapfen des Alten Testaments? Verehren die Christen denn nicht Juden und folgen sie nicht dem”Plan”und den”Regeln”von Juden?

Christen verehren Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, die Heilige Dreifaltigkeit, wie sie ihnen von Gott, von Jesus Christus, offenbart wurde. Diese Offenbarung steht weit über jener aller anderen Juden zusammen. Er war und ist Gott. Sie waren und sind nur Menschen.

Warum hat Gott im Alten Testament dann die Juden so sehr geschützt und war zugleich dermassen zornig auf sie?

Weil Er für sie eine grosse Rolle vorgesehen hatte: Ihre Aufgabe war es nämlich, die Ankunft des Messias auf Erden vorzubereiten, doch haben sie diese Aufgabe durchaus nicht immer treulich erfüllt. Unsere elenden Medien und das blosse Wort”Antisemitismus”unterstellen, dass Juden niemals böse sein können, aber sie können tatsächlich sehr böse sein. Dann verdienen sie eine Strafe, genau wie jeder andere.

Aber warum hat Gott ein bestimmtes Volk erwählt?

Er musste ein Volk erwählen, aus dem der Messias hervorgehen würde, mit einer menschlichen Mutter, einer Familie, einem Heimatdorf, einem Volk und religiösen Bräuchen. Mit Maria, Josef, Nazareth, dem Tempel in Jerusalem und der mosaischen Religion brachten die Juden schliesslich den Messias in seiner irdischen Umgebung hervor, was sie dann freilich nicht daran hinderte, ihn in ihrem Hochmut zu kreuzigen.

Und warum ausgerechnet die Juden?

Das ist Gottes Geheimnis. Zitieren wir nochmals Belloc:”How odd of God to choose the Jews.” (Wie merkwürdig von Gott, die Juden zu erwählen.)

Kyrie eleison.

Die Zweite Sintflut

<b>Die Zweite Sintflut</b> posted in Eleison Kommentare on Januar 30, 2021

Sagen wir es nochmals: Der Hauptakteur in dem weltweiten Covid-Drama, das sich um uns alle herum abspielt, ist der Allmächtige Gott und kein anderer. Selbstverständlich hat Er keinen Anteil an den vielfältigen Sünden, die dabei eine Rolle spielen, aber Er hat das Universum geschaffen und bewahrt das von Ihm Geschaffene in jedem Augenblick seiner Existenz, denn sonst würde es sich im Nu wieder zu Nichts auflösen. Und zu welchem Zweck hat Er es geschaffen? Um Seinen Himmel mit vernunftbegabten Geschöpfen – Engeln oder Menschen – zu bevölkern, die ihre gottgegebene Existenz und ihren freien Willen werden benutzt haben, um, zu Gottes Bedingungen, Sein Angebot, mit Ihm in Seinem Himmel ewiger Wonne teilhaftig zu werden, anzunehmen. Und mit göttlicher Weisheit, die alles menschliche Verstehen bei weitem übersteigt, lenkt er alles Leben hier auf Erden so, dass jede menschliche Seele, die das Alter der Vernunft erreicht hat, nicht nur genügend zahlreichen Prüfungen ausgesetzt wird, um zu beweisen, dass sie Ihn genügend liebt, um den Himmel zu verdienen, sondern auch Gnade genug geschenkt bekommt, um zu gewährleisten, dass sie in den Himmel eingehen kann, wenn sie es will.

Deshalb ist es Gott, der letzten Endes das, was wir den Zusammenbruch des Abendlandes nennen können, lenkt, so wie Er zu Noahs Zeiten die Sintflut heraufbeschwor, um die sündige Menschheit zu bestrafen und zu verhindern, dass sie anstelle des Himmels die Hölle bevölkerte. In Wahrheit war die Strafe auch ein grosser Gnadenakt, weil die ganze Menschheit”verderbt vor Gott und voller Frevel”war (Genesis VI, 11–12), so dass zweifellos sehr viele Menschen den Weg zur ewigen Verdammnis beschritten hatten und es ihnen – wie heute – gelungen wäre, fast alle anderen mit sich in den Abgrund zu reissen. Solcher Art waren die Folgen der Erbsünde in den ungefähr tausend Jahren, die seit Adam und Eva verflossen waren. Doch allmählich begriffen die Menschen, dass die anschwellenden Wassermassen der Sintflut ihnen keinen Ausweg mehr lassen würden, so dass eine Minderheit von ihnen sicherlich den langsamen Anstieg des Wassers ausgenutzt haben wird, um hinreichend Busse zu tun und somit ihre Seelen für die Ewigkeit zu retten. Fragt irgendeine dieser heute im Himmel weilenden Seelen, ob die Sintflut nicht ein gewaltiger Gnadenakt Gottes gewesen ist!

Ganz ähnlich verhält es sich heute. Die Menschheit hat ihren Lebenswandel überall auf der Erde durch den westlichen Materialismus verdorben. Und die Lage ist noch schlimmer als zu Noahs Zeiten, denn mittlerweile ist die Menschwerdung Gottes erfolgt, und nachdem sie eine Zeitlang aus dieser Nutzen gezogen hatten, haben die Menschen diesmal nicht nur Gott verworfen, sondern sogar den menschgewordenen Gott, der sich doch für sie ans Kreuz schlagen liess und ihnen eine Kirche schenkte, um ihnen bei ihrem Streben nach Seelenheil zu helfen. Nichtsdestoweniger wenden sich seit Vatikan II selbst Seine eigenen Prälaten von Ihm ab. Seit dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils sind mittlerweile 56 Jahre vergangen, und die Verderbnis schreitet mit Riesenschritten voran. Doch kann jemand Gott vorwerfen, er habe in zu grosser Eile oder Strenge zugeschlagen, wie Er im Jahre 2020 zuschlug? Schwerlich, wenn man an die Katastrophen wie den vollständigen Zusammenbruch ganzer Volkswirtschaften oder Bürgerkriege oder Hungersnöte denkt, die für die kommenden Jahre angekündigt werden. Und wenn sich diese Katastrophen ereignen, dann wegen der Bosheit der Menschen und lediglich mit Gottes Erlaubnis, wer wird dann behaupten dürfen, sie seien unverdient gewesen?

Doch Gott ist jedem einzelnen von uns gegenüber geduldig, und Seine Gnade währt ewiglich. Allerdings muss er zuschlagen, und zwar immer härter, bis wir unsere Lektion begriffen haben und wenigstens anfangen, wieder darüber nachzudenken, wie wir in den Himmel kommen können. Denn für allzu viele von uns wird diese Lektion, so hart sie auch sein mag, zu spät gekommen sein und uns nur Anlass zu Flüchen gegen Gott, gegen unsere Mitmenschen, gegen das Leben, gegen die Politiker geboten haben, ja gegen jeden ausser gegen den einzigen Menschen, der wahrhaft verantwortlich für meine eigene Not ist, und dieser Mensch werde ich selbst sein.

Deswegen werde ich in allem, was geschehen wird, die sündenlose Hand Gottes sehen, und ich werde niederknien, um Ihn um Gnade für uns arme Sünder zu bitten. Die Menschen können das von ihnen geschaffene Chaos nicht mehr bändigen, sondern nur noch schlimmer machen. Mit Gottes Gnade werde ich für alle Mitmenschen Mitleid empfinden, und ich werde tun, was in meinen Kräften steht, um ihnen zu helfen, ihre Seelen zu retten. Doch von Gott allein werde ich wahre Lösungen erwarten. Und zuletzt wird Er die Weisheit und die Macht haben, um alles zum Guten zu lenken; soviel weiss ich im voraus.

Kyrie eleison.